Die Schändung der Lucretia: Ein Casting
Regie: Lola Arias / Theater Basel Schauspielhaus
Inszenierung – Lola Arias / Text – Lola Arias, Ensemble
Bühne – Dominic Huber
Kostüme – Tutia Schaad
Sounddesign – Joël Fonsegrive, Elia Rediger
Video – Mikko Gaestel
Lichtdesign – Mario Bubic
Dramaturgie – Bibiana Mendes
Besetzung Ntando Cele, Barbara Colceriu, Phil Hayes, Laura Leupi, Julian Anatol Schneider,
Live-Musik – Joël Fonsegrive, Elia Rediger
A group of actors and an author attempt to stage Shakespeare's poem ‹Die Schändung der Lucretia›. They hold auditions for all the roles, analyze the text, reenact the situations, and connect them to their own experiences. As a band, they transform all the anger and pain into music. Sexualized violence is omnipresent and political. Countless stories, songs, films, and images of assault shape our culture. Director Lola Arias bases her play on research and conversations with victims of violence, artists, and philosophers. What images come to mind when we say the word rape? How much silence, fear, and shame do we carry with us? How is sexual violence embedded in our bodies and in society?
Mit viel Live-Musik – das Ensemble beeindruckt instrumental und gesanglich unter der Leitung von Rock- und Pop-Tausendsassa Elia Rediger. Mit Elementen des Dokumentartheaters und einer Rockoper, mit märchenhaft abhebenden Einschüben, mit Sequenzen eines politischen Themenabends oder Aussagen, die aus einer Psychotherapie-Sitzung stammen könnten. Und das alles in einer multifunktionalen Szenerie, die von zwei kammerartigen Spielebenen im Hintergrund – einem WG-Schlafzimmer und einem Castingbüro – immer wieder auf die auf die persönliche Ebene heraustretende Vorbühne wechselt.
bz Basel
[...] unbedingt sehenswert.
Südkurier
Trotz der schweren Thematik haben es Lola Arias und das Ensemble geschafft, das Publikum zum Lachen und Schmunzeln zu bringen. Man läuft nicht erschlagen aus dem Schauspielhaus, sondern ermutigt und inspiriert von den starken Kunstschaffenden, die den Spiess umgedreht und ihre Geschichte auf der Bühne neu geschrieben haben.
Basler Zeitung
Dieser Cast ist grossartig! Eine Gruppe, die mutig, die authentisch, vielsprachig von etwas erzählt, (für das) es ja oft schwer ist eine Sprache dafür zu finden.
SRF 2 Kultur
Was tun, wenn die Macht zwischen Opfer und Täter sich mal umkehrt? Der i-Punkt auf diesem klugen und komplexen Versuch eines beeindruckenden Ensembles, mit Scham, Schande und Widerstand im Umfeld einer Schändung umzugehen.
Badische Zeitung
Theater, das an die Grenzen geht. Das Basler Spiel vom Fragen nach Scham, Schuld, Schmerz und Schändung dauert 110 pausenlose Minuten. Keine davon ist überflüssig.
Südkurier